Dies ist Teil der Akten zu

Der Impfschadenfall Nancy http://www.melhorn.de/ImpfschadenVIII/

Diese Akten geben - meist anonymisiert - den vollständigen Schriftwechsel wieder mit

Weitere Links im Hauptartikel http://www.melhorn.de/ImpfschadenVIII/ .

 

 

 

Anzeige gegen REHA-Klinik

 

 

01.03.2009

Hiermit erstatte ich

Anzeige

gegen

die Verantwortlichen der Klinik xxxxxx Reha-Zentrum xxxxxx und dortige Behandler meiner Tochter Nancy

wegen

• dringenden Verdachts des vorsätzlichen Verstoßes gegen die behördliche Meldepflicht des Impfschadens meiner Tochter Nancy aus niederem Beweggrund;
• dringenden Verdachts der vorsätzlichen Körperverletzung aus niederem Beweggrund an meiner Tochter Nancy, durch vorsätzliches Übergehen ihres Impfschadens und damit wegen Unterlassens pflichtgemäßer Hilfeleistung;
• verbotenem Einsatz verschreibungspflichtiger Psychopharmaka, die behördlicherseits nicht für den Gebrauch bei Kindern zugelassen sind;
• dringender Verdacht der allgemeinen Mitwirkung an - in Geld oder anderer Weise bezahlten - Arzneimittelversuchen für Pharmafirmen mittels, für Kinder nicht zugelassenen Psychopharmaka, bei Inkaufnahme einer Schädigung dieser Kinder.

Die von mir im Internet unter http://www.melhorn.de/ImpfschadenVIII/ gemachten Ausführungen zum Entstehungs- und Behandlungsverlauf mache ich vollinhaltlich zur Begründung meiner Anzeige.

Die im Internet chronologisch niedergelegte Darstellung des Krankheitsverlaufes wurde vom Ereignisablauf her zusammenfassend auf jene Vorgänge verkürzt, die von den hier Angeschuldigten zu verantworten sind. Zum Gesamtverständnis sind als Ermittlungsgrundlage aber die im Internet unter http://www.melhorn.de/ImpfschadenVIII/ gemachten Ausführungen vortragsrelevant.

Begründung:

 

1. Im Februar 2006 kam Nancy erstmals zu den Angeschuldigten in die Klinik.

Nach gründlicher Befragung wurde erstmals auch ein EEG geschrieben, um herauszufinden, was für Anfälle sie eigentlich habe. Dadurch konnten epileptische Anfälle ausgeschlossen werden.

Nach einer Beobachtungsphase wurde Nancy auf ein Medikament mit dem Wirkstoff Dopamin („L-DOPA“) eingestellt. Der behandelnde Arzt, Herr Dr. xxxxxxx, dieser Botenstoff sei bei Nancy nicht mehr ausreichend vorhanden und das löse letztlich die Bewegungsstörungen aus. Warum dieser Botenstoff erst nach weit über einem Jahr und dann so plötzlich nicht mehr da war, konnte er nicht begründen.

Das Dopaminpräparat funktionierte zunächst auch sehr gut. Nancy wurde ruhiger (aber nie völlig ruhig!) und konnte sich damit sehr gut in die Therapien einbringen.

Außerdem wurde auch festgestellt, dass Nancys Kupferwerte im Blut deutlich zu hoch waren. Wo das herkam, wusste zwar niemand, aber Nancy wurde eine kupferarme Diät verordnet. Mit der Zeit normalisierten sich die Werte. Herr Dr. xxxxxxx empfahl außerdem verschiedene genetische Tests, die symptomatisch mit veränderten Kupferwerten und den Bewegungsstörungen zu tun haben könnten.

Wieder zu Hause, machte Nancy weitere Fortschritte. Sie war zwar nie völlig ruhig, aber doch deutlich entspannter, als vorher.

2007 fuhren wir dann wieder in die Reha-Klinik nach xxxxxxx zur Anpassung der L-Dopa-Dosis. Auch dieses Mal ging das sehr gut!


2. Bei der U9, im Januar 2008, wog Nancy 13,4 kg! Das war seit der letzten Anpassung ihrer L-Dopa-Dosis eine Gewichtszunahme von 1,4 kg.

Mir war erklärt worden, für die Dosishöhe komme es nicht nur auf das Körpergewicht an, sondern ausschlaggebend sei die Gesamtmenge der insgesamt verabreichten Dosis. Diese müsse mit angestiegenem Körpergewicht nun heraufgesetzt werden!

Daher glaubte ich: Wir fahren jetzt nur, wie letztes Jahr, nach xxxxxxx, stellen auf die höhere Dosis um und alles wird gut!

Beim Aufnahmegespräch in xxxxx hatte ich Frau xxxx auch wieder von meiner Vermutung eines Impfschadens und der Möglichkeit seiner erfolgreichen Behandlung berichtet. Wie im Internet nachzulesen sei, habe es mit Homöopathie schon sehr gute Behandlungserfolge gegeben.

Frau xxxxx lächelte dazu nur! Wie alle anderen Ärzte vor ihr. Sah mich dabei allerdings so an, als werde sie mich gleich fragen, ob ich schon psychotherapeutisch behandelt würde.

Später kam dann der Oberarzt, Herr Dr. xxxxxx ins Zimmer und erklärte, zunächst wolle er Nancy einige Zeit beobachten. Dann werde er sich weiter besprechen.

Abschließend sah er mich mit jenem Blick an, wie die anderen Ärzte auch und meinte, im Internet stehe auch viel „Mist“! Darauf erwiderte ich, ich könne nicht glauben, dass so viele Berichte von so vielen nur einfach erfunden seien.

Anstatt darauf auch nur ansatzweise einzugehen, tat er dieses Thema sehr selbstsicher ab. Und wieder hieß es, wie schon vor 2 Jahren: „Darüber reden wir später.“

Diese zur Schau getragene Selbstverständlichkeit ließ mich als medizinischen Laien andererseits aber auch wieder zweifeln! Vielleicht kam Nancys Zustand ja doch nicht von den Impfungen?


3. In den drei folgenden Wochen wurde Nancy so unruhig, dass sie zuletzt nur noch mit verschiedenen Beruhigungsmitteln zum Schlafen gebracht werden konnte. Selbst dieser Schlaf hielt dann aber nicht so lange an, wie von der Einnahme solcher Mittel zu erwarten war.

Nancy zappelte jedenfalls ohne Unterbrechung! Auch die Bemühungen der Schwestern und Therapeuten waren vergeblich! Ich brach in meiner Verzweiflung daher teilweise die Therapien ab.

Dennoch kam der Oberarzt, Herr Dr. xxxxxx nur nach mehrfacher Aufforderung der Schwestern an das Bett von Nancy. Später sagte er dazu allerdings, er sei mehrfach bei Nancy und mir gewesen. Nach meiner, als unmittelbar Betroffenen, eigentlich guten Erinnerung sah ich ihn bei uns aber in den ersten drei Wochen nur zwei Mal bei der Visite und zwei Mal bei Nancy im Zimmer.

Offenbar wusste er selbst nicht weiter, sprach aber nicht mit mir, sondern erhöhte stattdessen die Medikamentendosis!

Dadurch ging es Nancy allerdings für kurze Zeit auch besser, so dass ich sogar schon hoffte, wir hätten es nun doch geschafft!

Doch schon ein oder zwei Tage nach der ersten Dosiserhöhung wurde Nancys Zustand wieder schlimmer! Sie knirschte stark mit den Zähnen und zappelte und zappelte! Ich konnte schon fast nicht mehr hinsehen, wie sie sich quälte. Und immer wieder dieser flehende Blick: „Mama! Hilf mir!“

Ich konnte nicht mehr!

Als ich Herrn Dr. xxxxx auf diese weitere Verschlechterung trotz Dosiserhöhung ansprach, wies ich auch auf den Beipackzettel hin. Danach kann L-Dopa Zähneknirschen und Bewegungsstörungen sogar auslösen!

Das erstaunte ihn:„Ach? Das steht da drin? - Kann ich gar nicht glauben.“

Außerdem dauere es erst mal ca. 4-6 Wochen, meinte er, bevor nun überhaupt eine Wirkung bei Nancy eintreten werde. Das wäre schließlich in den vergangenen zwei Jahren auch so gewesen!

Dem widersprach ich. Ich könne mich genau erinnern, dass Nancy in den vergangenen zwei Jahren immer schon ab dem ersten Tag der Dosiserhöhung zum Blutdruckmessen auf die Intensivstation des Hauses geschickt werden musste, weil sie durch die Erhöhung sehr blass wurde und aussah, als versage der Kreislauf. Folglich wirke das Mittel viel schneller!

Daraufhin sagte er aber nur, das stimme nicht!

Die Krankenakte der vergangenen zwei Jahre gab allerdings mir recht…

Ich sprach auch noch mal das Thema Impfschaden an und die Möglichkeit einer homöopathischen Behandlung. Herr Dr. xxxxxx bezweifelte sowohl die Möglichkeit eines Impfschadens als auch die Möglichkeit der Behandlung eines solchen.

Trotzdem bleibe ich dabei und man erwiderte mir, das sei meine Sache. Ich könne dabei aber nicht auf die Hilfe von Herrn Dr. xxxxx zählen, da er sich mit Homöopathie nicht auskenne. Das nahm ich schweigend zur Kenntnis.


4. Während dieser Tage hatten die Schwestern begonnen, Nancy zu füttern. Sie empfanden jede Mahlzeit als Quälerei – für Nancy wie für den, der füttert. Die Zeit, sich dies einmal selbst anzusehen, nahm sich Herr Dr. Heinicke aber nicht!

Nachts, wenn Nancy ihr Schlafmittel bekam, saß ich mit der Schwester dabei und war froh, wenn sie schließlich einschlief.

Mittlerweile hatte sie sich auch schon die Lippen aufgebissen. Auch konnte man sie nicht mal mehr auf den Arm nehmen, so stark zappelte sie.

Vor allem nahm sie immer mehr ab! Wegen Nancys Gewichtsverlust durfte aber die Dosis des Psychopharmakums nicht weiter erhöht werden! Herr Dr. Heinicke sagte auf Befragen, über weitere Schritte müsse er erst nachdenken. Tage später kam er in unser Zimmer und erklärte mir, dass er ein anderes Mittel - " TIAPRIDEX " 'einschleichen’ wolle. Dopamin bringe wohl nicht mehr den gewünschten Erfolg. Warum es allerdings nicht mehr wirkte, konnte er mir auch nicht sagen.

Ein Medikament wie L-DOPA, meinte er, könne allerdings nicht einfach abgesetzt und durch TIAPRIDEX ersetzt werden! Es brauche etwa eine Woche, bis das L-DOPA vermindert und das TIAPRIDEX eingeführt sei. Danach benötige das TIAPRIDEX dann nochmals mindestens 4 - 6 Wochen, um seinerseits einen tauglichen Wirkspiegel aufzubauen.

Das verstand ich so, dass in den nächsten Wochen folglich alles so mit Nancy weitergehen werde! Seine genauen Worte waren: „Wir brauchen Geduld!“


5. Am 20.03.2008 wurden wir dann notfallmäßig von Kreischa in die Uni-Klinik Dresden verlegt.

Dort befragten mich dann gleich zwei Ärzte - Herr Dr. xxxxx und Frau Prof. Dr. xxxxxxx - zu Nancys Zustand und waren dann der Meinung, TIAPRIDEX nutze nichts und daher sei nun das Medikament VALPROAT 'einzuschleichen'.

Daraufhin fragte ich, warum sie das eigentlich tun wollten, denn

1. sei von Nancy keine Grunderkrankung bekannt und schon deshalb könne niemand sicher sagen, was überhaupt etwas nutze;

2. sei mir gesagt worden, dass TIAPRIDEX erst mal 4-6 Wochen brauche, bevor es funktioniere. Plötzlich wisse man aber schon nach zwei Tagen, dass TIAPRIDEX nichts bringe. Mich beschlich da erstmals der Verdacht, dass hier jeder Arzt so seine Mittel 'ausprobieren' will!


6. Schon zum Wochenende nach Ostern wurden wir am 27.3.08 wieder in die REHA-Klinik zu den Angeschuldigten zurückverlegt. Durch die Behandlung des Heilpraktikers war Nancy jetzt den ganzen Tag ruhig und Bewegungsstörungen wurden immer seltener ausgelöst. Selbst die Autofahrt im Privatfahrzeug von der Uniklinik in die Kurklinik verlief relativ ruhig – in der Woche vorher wäre das ohne Krankentransport undenkbar gewesen!

In der Kurklinik konnten sie kaum fassen, wie ruhig Nancy jetzt war. Vor allem, dass dies so plötzlich geschehen war. Nachts war Nancy noch ein klein wenig unruhig, aber sie schlief.

Am 28.3.08 konnte Nancy schon wieder ihren Kopf halten. Auch die Nahrungsaufnahme hatte sich sehr verbessert. Sie fing wieder an zu kauen und griff mit nach dem Trinkbecher.

Sie begann auch, sich richtig von dem 8-wöchigen Dauerstress zu erholen und schlief fast das ganze Wochenende.

Im weiteren Verlauf waren neuerliche Bewegungsstürme dann meistens eine Erstreaktion auf neue Globuli oder Reaktionen auf bestimmte Reize, die in den Therapien gesetzt wurden

In meinem persönlichen Protokoll steht hierzu

" Am 7.4.08 war Nancy den ganzen Tag über ruhig. Auch die Therapien liefen super.

Am 8.4.08 fiel mir jedoch auf, dass Nancy wieder Nervenzuckungen hatte. Anfangs im Gesicht - besonders im und um den Mund - und im Laufe des Tages betraf es dann auch Arme, Hände und Beine.

Bei den Therapien fiel das besonders auf. Durch diese wurden allerdings auch entsprechende Reize gesetzt. Für meine Familie war das zwar ein deutlicher Umstellungsbeweis auf die Homöopathika, für alle anderen jedoch ein Grund zur Sorge.

Abends hatte Nancy dann einen sehr warmen Kopf, jedoch kein Fieber. Ich meinte nach Rücksprache mit dem Heilpraktiker, dass auch das nur eine Erstverschlimmerung auf die neuen Globuli sei. Daraufhin waren alle wieder erleichtert. Die Nacht verlief ruhig.
Am 9.4.08 war Nancys Zustand unverändert unruhig. In den Therapien natürlich mehr, aber im Allgemeinen sonst nicht anders als gestern. Auch diese Nacht verlief ruhig.

Am 10.4.08 waren die unkontrollierten Bewegungen dann schon deutlich weniger. Auch in den Therapien war Nancy wieder ruhiger und dem entsprechend verliefen diese dann auch super.

Am 11.4.08 war Nancy zur Freude aller wieder völlig ruhig! Die Behandlungen verliefen super und die Therapeuten waren begeistert. Nancy griff sogar das erste Mal mit beiden Händen bezw Armen nach einem Ball.

Die Nächte verlaufen seitdem nach wie vor ruhig. Auch verbessert sich die Nahrungsaufnahme. Ebenso die Motorik.

Nancy spielt jetzt auch sehr viel mit ihren Händen, als würde sie sich selbst neu entdecken."


7. Aber wie würde es weitergehen? Als ich den Oberarzt darauf ansprach, ob die Dosis TIAPRIDEX nun gesenkt werden könne, war ich froh, dass Blicke nicht töten!

Aber er willigte doch ein! Nancy bekam ab 14.04.2008 eine halbe Tablette weniger. Wie erhofft und erwartet erbrachte die Herabsetzung der Dosis keine Verschlechterung!

Hierzu habe ich am 19.4.08 protokolliert:

"Nancy ist nach wie vor ruhig und entspannt. Sie macht in der Therapie gut mit und freut sich selbst über jeden kleinen Fortschritt. Beim Spaziergang hat sie das erste Mal den Zweig eines Nadelbaumes angefasst, ohne dabei gleich zu 'zappeln'. Sie sitzt auch wieder im Rollstuhl und steht im Stehbett.

Das muss natürlich alles wieder langsam gesteigert und neu erlernt werden, aber wir sind guter Dinge. Die Hauptsache ist, wir können damit wieder anfangen.

Seit Montag den 14.4.08 nehmen wir nun eine halbe Tablette TIAPRIDEX weniger. Bisher ohne Veränderung.

Am Freitag, den 18.4.08 habe ich mit den nächsten Globuli begonnen. Es gab keine Erstverschlimmerung."

Das ging so bis 22.04.2008!

Da wurde Nancy ab dem Frühstück plötzlich wieder unruhig wie 4 Wochen zuvor, als das TIAPRIDEX 'eingeschlichen' wurde. Sie erbrach sich und behielt nichts bei sich bis auf ein wenig zerdrückte Banane und das getrunkene Wasser.

Hierzu protokollierte ich mir:

" Heute früh war Nancy sehr blass. Gegen 9.00 Uhr, in der Therapie, wurde sie sehr unruhig und fieberte.

Mit steigender Temperatur wuchs außerdem ihre Unruhe. Die Temperatur betrug mittags 37,7 C, stieg dann aber bis zum Nachmittag auf 39,6 C.

Dann weinte Nancy und machte wieder diese immer stärker werdenden, einschießenden Bewegungen.

Nach dem Mittagessen erbrach sich Nancy und war danach etwas ruhiger.

Gegen 15.00 Uhr erbrach Nancy nochmals. Diesmal aber nur das getrunkene Wasser. Abends gab ich ihr Zwieback und Apfel. Beides und das getrunkene Wasser behielt sie bei sich".

Herr Dr. xxxxxx kommentierte Nancys neuerlich schlechten Zustand sarkastisch mit den Worten: "Geht wohl nicht so ganz auf, Ihr System?" Ich konterte kühl mit dem Hinweis, der Heilpraktiker könne ja wohl nicht in 4 Wochen schaffen, was die Schulmedizin in 4 Jahren nicht fertig gebracht habe. Und das Lächeln gefror!

Nancys Unruhe steigerte sich jedoch in der Nacht. Je später es wurde, desto unruhiger wurde sie. Sie fand auch nicht in den Schlaf.

Am Nachmittag teilte mir Herr Dr. xxxxx mit, die Dosis des Medikamentes TIAPRIDEX werde wieder heraufgesetzt. Eine offizielle Begründung bekam ich allerdings nicht. Die Dosis werde erhöht und basta!

Aber ich lächelte.

Daraufhin sagte er barsch, ich könne es mir jetzt aussuchen: Entweder die Medikation werde so gegeben, wie er das anordne oder - wenn ich nur noch homöopathisch behandeln wolle – könne ich auch nach Hause fahren.

Den umstehenden Ärzten und Schwestern war dieser Auftritt sichtlich peinlich. Ihm fiel das aber offenbar nicht mal auf!

Jedenfalls stellte ich richtig, dass mein Lächeln nicht abwertend gemeint war. Mir stelle sich aber die Frage nach dem Sinn einer neuerlichen Dosiserhöhung. Nach seiner früheren Aussage sei eine Wirkung nämlich erst viel später zu erwarten, so dass jetzt eine Erhöhung der Dosis kurzfristig nichts bringen könne.

Der Oberarzt ging darauf allerdings nicht ein, sondern stellte nur die Frage: "Ja oder Nein!" Daraufhin sagte ich ihm, er lasse mir in Anbetracht der Situation ja wohl keine wirkliche Wahl.

 

 


8. Am späten Nachmittag des 23.4.08 wurde wieder Blut abgenommen und festgestellt, dass Nancy "übersäuert" sei. Nachts wurde ihr daraufhin eine Infusion gelegt, um Flüssigkeit zuzuführen. Allerdings musste sie wegen ihrer starken Unruhe dafür medikamentös 'ruhig gestellt' werden. Sie war auf die hauseigene Intensivstation verlegt worden und schlief dort aufgrund der, über die Infusion zugeführten Beruhigungsmittel gut.

In meinem persönlichen Protokoll zum 24.4.2008 heißt es dann:

"Nancy ist immer noch sehr unruhig, ihre Nahrungsaufnahme 'so lala'.

Am späten Vormittag wurde ich dann zum Gespräch gebeten. Dabei teilte man mir mit, dass Leber- und Zuckerwerte (SBS-Werte) nicht in Ordnung seien. Es sei aber merkwürdig, dass man Nancy zwar die ganze Nacht über Flüssigkeit zugeführt habe, die Werte sich aber dadurch kaum verbessert hätten

Deshalb wolle man der Infusion nun Glukose zusetzen, um die Werte zu stabilisieren. Nancy solle daher erst mal über das Wochenende auf der Intensivstation bleiben, um die Leber-, Zucker- und Säuerungswerte zu überprüfen und sich dadurch ein Bild über Stoffwechsel und Leberfunktion machen zu können. Schließlich könne ja auch eine nicht funktionierende Leber oder ein ungenügender Stoffwechsel Ursache ihres neurologischen Defektes sein. "

Mich wunderte daran, warum in diesen zwei, drei Tagen plötzlich ein solches Aufheben um die Leberwerte gemacht wurde, nachdem diese in ersten drei Wochen unseres Kuraufenthaltes keinen interessiert hatten! Hing das mit dem TIAPRIDEX zusammen?

Nur widerwillig stimmte ich zu, Nancy über das Wochenende auf der Intensivstation zu lassen.

Hierzu mein weiteres Protokoll:

"Die Ärzte teilten mir mit, Nancys Blutwerte seien zwar schlecht, doch könne ein Infekt nicht bestätigt werden. Übrigens seien die Leberwerte schon Ostern in der Uni-Klinik schlecht gewesen, doch wisse man nicht, warum!

Hier lag offensichtlich ein Missverständnis vor! Mir war noch in der Uni-Klinik gesagt worden, die Leberwerte seien in Ordnung,

Das sagte ich ihnen auch. Ungläubig sah sich die Runde daraufhin erst mal an.

Danach wurde die Ansicht vertreten, wohl die homöopathischen Mittel würden das TIAPRIDEX blockieren!

Dem hielt ich entgegen, wenn sie die Wirkung einer C200-Potenz kennen würden, wüssten sie, dass ihre Unterstellung falsch sei. Herr Dr. xxxxxx habe außerdem noch vor einigen Wochen gesagt, er könne mir nicht helfen, weil er sich mit Homöopathie nicht auskenne.

Daraufhin wollte man wissen, was eigentlich der Heilpraktiker Nancy gegeben habe und war dann sehr geschockt, als ich erwiderte, das wisse ich nicht! Es sei aber jedes Mal etwas anderes gewesen!

Daraufhin wurde ich gefragt, ob ich den Heilpraktiker um eine schriftliche Auflistung der Mittel bitten könne. Ich erwiderte, sie könnten das auch selbst tun. Er habe sicher kein Problem mit einer Zusammenarbeit!

Das aber wollte man dann auch nicht! Der Heilpraktiker könne seine Liste ja faxen!

Das Fax, das mir der Heilpraktiker daraufhin wunschgemäß in die Klinik schickte, wollte dann aber offensichtlich auch keiner lesen! Trotz unbesetzter Geräte - wir probierten es krankenhausintern mehrfach an zwei verschiedenen Faxgeräten aus! - wurde dieses Fax hausintern nicht angenommen. Beim behandelnden Arzt kam offenbar nur die erste Seite durch. Weiter nichts!. Bereits darauf stand aber, dass der Heilpraktiker einen Impfschaden vermute".

 

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HINWEIS: Hierzu das Schreiben des Heilpraktikers vom 24.4.08 zur neuerlichen Verschlechterung von Nancys Gesundheitszustand und der ärztlichen Vermutung, dieser könne durch die homöopathische Mittel ausgelöst sein

http://www.melhorn.de/ImpfschadenVIII/BegleitbriefMelhorn.htm
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Am Freitag den 25.04.2008 sagte man mir, der Oberarzt, Herr Dr. xxxxx habe die Dosis des TIAPRIDEX erneut angehoben, um den Spiegel zu sättigen. Nancy solle morgens eine ganze, mittags eine halbe und abends noch eine halbe Tablette bekommen. Ein persönliches Gespräch dazu gab es allerdings nicht. Herr Dr. xxxxx ließ das vielmehr durch den Arzt ausrichten - Herr Dr. xxxxxx - der den Stoffwechsel überwachte, und dieser konnte mir schon deshalb nichts weiter dazu sagen, weil er Nancys Akte sonst nicht kannte.

Dafür ließ mir der Herr Dr. xxxxxxx ausrichten, er werde sich am Wochenende bei uns sehen lassen.

Ich war sehr wütend, stimmte aber widerwillig der erneuten Dosiserhöhung zu. Was sollte ich auch sonst tun?

Nach meinem eigenen Protokoll fing Nancy schon am Samstag den 26.04.08 an - etwa eine Stunde nach Einnahme der Tablette - wieder extrem unruhig zu werden, was Essen und Trinken weiter erschwerte. Zwar war sie vorher auch nicht gerade ruhig gewesen, aber nun war doch ein sehr deutlicher Unterschied zu erkennen. Außerdem hustete sie und hatte offensichtlich sehr heftige Halsschmerzen. Die hinzugezogene Ärztin meinte allerdings, es genüge vorerst zu inhalieren.

Der Oberarzt ließ sich zwar am Wochenende dann doch nicht am Krankenbett blicken, aber jener Arzt - Herr Dr. xxxxxxx - kam vorbei, der für den Stoffwechsel zuständig ist. Er sagte, ihre Werte seien gut und stabil. Ein Gespräch über die Grundmedikation lehnte er erneut ab.

Nancys Unruhe steigerte sich am 26.4.08 weiter. Im Schlaf zuckte sie wieder oder schreckte auf. Ihre Werte verbesserten sich zwar weiterhin, trotzdem wurde daraufhin für die Nacht eine weitere Infusion angesetzt.
Die Flexüle musste aber nach nur 3 Stunden wieder entfernt werden. Nancy hatte eine dicke Hand bekommen. Der Arm war bis zum Ellenbogen angeschwollen, weil sich die Kanüle durch Nancys Zappelei verschoben hatte und die Infusion daher neben die Vene ins Gewebe gelaufen war. Vom Freitag zum Samstag erst auf der einen Seite, und diese Nacht dann auf der anderen. Beide Arme waren geschwollen, die Hände glichen aufgeblasenen Handschuhen. Für mich ein fürchterlicher Anblick!

Ich habe mich daraufhin geweigert, nochmals eine Infusion legen zu lassen und meinte, das Kind sehe aus, wie misshandelt. Auch stellte ich die Frage in den Raum, ob eigentlich die Ober- bzw. Chefärzte das mit ihren Kindern auch so machen würden.

Die anwesende Ärztin ließ diese Frage unbeantwortet, legte aber auch keine neue Infusion. Vielmehr setzte sie sich neben das Bett und wachte über Nancy, bis sie wieder schlief. Eine sehr persönliche Geste!

Nachts gab es dann auch keine Infusion mehr, meines Wissens aber auch keine Beruhigungsmittel.

Der, für das Wochenende angekündigte Besuch des Oberarztes blieb aus.

Am Abend des 27.4.08 bekam ich dann weitere Informationen über TIAPRIDEX. Mir wurde richtig schlecht, als ich das las! Vor allem der Teil, in dem es heißt, dass dieses Mittel nicht nur Unruhe bekämpfen kann, sondern auch auslösen kann!

 

 

 


9. Meine Sorge wegen der therapeutischen Bedeutung von TIAPRIDEX für Nancy beantwortete sich mir am Sonntag, dem 27.04.2008 dadurch selbst, als ich die Arzneimittelinformation dazu las. Unter anderen war da von einer Nebenwirkung die Rede, die 'malignes neuroleptisches Syndrom’ hieß und plötzlich ansteigendes Fieber und steigende Unruhe aufweist.

Weiter hieß es, es müsse beim Patienten ein besonderer Wert kontrolliert werden! Sei der zu hoch, müsse das Medikament herabgesetzt werden oder entfallen! Sonst drohe der Tod!

Sofort ging ich auf die Intensivstation in Nancys Akte und habe nach diesem Wert gesucht. Doch dieser, offenbar wichtige Wert war gar nicht untersucht worden!

Daraufhin wies ich die Schwester an, Nancy keine dieser Tabletten mehr zu geben "und wenn ich hier noch einen erwische, der meiner Tochter mittels Sonde oder sonst wie dieses Zeug einflößt, vergesse ich meine gute Erziehung!" Sie trug es in die Akte ein.

Für den 28.4.08 habe ich protokolliert:

Die Blutwerte sind wieder gut. Dass unser 'Supermittel' nicht mehr genommen wird, ist aber plötzlich nicht mehr so wichtig. Der Oberarzt jedenfalls kam dann erst kurz vor Mittag. Er teilte mir mit, wir würden wieder in die Uniklinik zurückverlegt, um eine eventuelle Stoffwechselstörung auszuschließen. Das gehe dort mit der Diagnostik einfacher.

An diesem 28.4.08 war Tag 1 ohne TIAPRIDEX! Nancy war zwar immer noch etwas unruhig, aber doch deutlich besser als mit TIAPRIDEX.

Wieder unterstellte er, Nancys erneut schlechter Zustand gehe auf die Behandlung des Heilpraktikers zurück! Aber kein Wort dazu, dass ich Tiapridex nicht mehr geben ließ.

Zu meinen anderen Fragen kam nur folgender Kommentar:

" Man sieht keinen Zusammenhang zwischen Medikamentengabe und der Tatsache, dass etwa 1 Stunde später die Unruhe deutlich zunahm."

" Erfahrungswerte für das Medikament bei Kindern gibt es sehr viele und das Mittel wird dort relativ oft eingesetzt.“

" Man sehe auch keinen Zusammenhang zwischen den von mir vorgelesenen Nebenwirkungen und Nancys jetzigem Zustand " (Anmerkung: schlechte Leberwerte, Unruhe etc). Diese Nebenwirkungen stehen im Internet jedoch unter dem Arzneimittel Tiapridex.

"Man vermute, Nancys Zustandsverschlechterung komme daher, dass vor 2 Wochen die Dosis reduziert wurde. Man habe schließlich schon in der Uniklinik eine sehr deutliche Wirkung von Tiapridex gesehen, die immerhin 4 Wochen angehalten habe. "

Ich erwiderte darauf, dass die eingetretene Ruhe in der Uniklinik auf die homöopathischen Mittel zurückzuführen war und nicht auf das TIAPRIDEX, das statt der mir vorher angekündigten Aufbauzeit von 4 - 6 Wochen bei Nancy plötzlich angeblich nur noch 4,5 Stunden gebraucht habe, um seine volle Wirkung zu entfalten.

Er kommentierte dies mit einem Schulterzucken und wies Nancy wieder in die Uni-Klinik ein. Ich sagte noch, dass wir jetzt zwar gehen würden, aber definitiv nicht wieder mit TIAPRIDEX anfangen würden!

Am Nachmittag ging es dann wieder im Krankentransport in die Uni-Klinik.

Bevor wir abfuhren, wurde mir an der Rezeption aber noch der Brief in die Hand gedrückt, den mir der Heilpraktiker - auf ärztlichen Wunsch und nach den angeblich fehlgeschlagenen Faxversuchen - mit der Post nachgeschickt hatte. Er war offen.

Die folgenden Untersuchungen in der Uni-Klinik ergaben natürlich nichts. Die Werte wurden von Tag zu Tag besser und Nancys Bewegungsstörungen immer schwächer, so dass wir am 2.05.2008 wieder zurück in die REHA-Klinik entlassen wurden.

Wieder in der REHA-Klinik, wurde Nancy mit den Globuli des Heilpraktikers von Tag zu Tag ruhiger. Sie hatte, auf mein Verlangen hin, inzwischen nicht mehr die bisherigen Medikamente bekommen.

Die Freude bei den Schwestern und den anderen Muttis war groß! Alle waren froh, dass es Nancy wieder besser ging. Auch die Stationsärztin, die Nancy nochmals untersuchte, weil die immer noch erkältet war und böse hustete, freute sich über die Besserung der Bewegungsstörung.

10. Als wir noch in der Kurklinik in xxxxxxx waren, hatte Nancy am 22.04. einen Rückfall, hinter dem ich eine, im Beipackzettel des Medikamentes "Tiapridex" benannte Nebenwirkung vermutete, nämlich das 'maligne neuroleptische Syndrom’ (Anmerkung: malignes = bösartig).

Dieses Syndrom geht einher mit plötzlich steigendem Fieber und wachsender Unruhe. Da Nancy damals beides hatte, vermutete ich dieses Syndrom, denn ein möglicher Infekt wurde nicht gefunden.

In der Fachliteratur steht, bei Verdacht solle der Kreatinphosphokinase-Wert im Urin bzw. im Blut überprüft werden. Dieser wurde - und auch nur auf mein ausdrückliches Verlangen - aber erst 6 oder 7 Tage später in der Uniklinik überprüft. Gesehen habe ich aber darüber nichts. Es hieß nur, er sei in Ordnung! Als Nancys Zustand in der Kureinrichtung akut war, ist dieser Wert laut Krankenakte jedoch gar nicht geprüft worden!

Deshalb hatte ich mich mit dem deutschen Vertrieb von Tiapridex in Verbindung gesetzt (der Hersteller ist eine US-Firma). Bereitwillig schrieb das Unternehmen getrennt den Arzt der Kureinrichtung und den Arzt der Uniklinik an und bat um Erklärung. Beide haben gemäß Firmenantwort meinen Verdacht jedoch „nicht betätigt“. Wie allerdings zumindest der Arzt in der REHA-Klinik zu diesen Werten kommen und solche Aussagen machen konnte, entzieht sich meiner Nachvollziehbarkeit, denn laut Krankenakte wurde dieser Wert in der Klinik gar nicht erhoben!