Dipl.rer.pol.
Wolf-Alexander Melhorn
Heilpraktiker
Schlosssteige 21

73479 Ellwangen

An die Direktion
der Stiftung Haus Lindenhof

Herrn Jürgen Kunze
Postfach 1429

73504 Schwäbisch-Gmünd

2.10.2014

 

Betr,: Ihr Schreiben vom 24.9.2014

Sehr geehrter Herr Kunze,

der Eingang Ihres Schreibens hat sich mit der Absendung meines offenen Briefes vom 29.9.2014 an Herrn Bieg überschnitten, weshalb ich Ihnen den nochmals beilege. .

Da Sie von Ihnen Mitarbeitern nach meinem Eindruck nur unvollständig informiert werden, erlaube ich mir zu Ihrem Schreiben einige Richtigstellungen. All zu krass wird nämlich nämlich gegen geltendes Betreuungsrecht verstoßen.

 

1. Wie die Mitarbeiter der Stiftung auch aus dem juristischen Schriftwechsel bis zum Bundesgerichtshof (Az: XII ZB 361/14 ) wissen, der ihnen von verschiedensten Seiten bekannt gemacht wurde, konnte Frau Zu leeg nach Gesetz überhaupt nicht als Betreuerin bestellt werden! Dazu hätte es - grundsätzlich und vorab - nämlich schon mal einer ordentlichen fachärztlichen Untersuchung bedurft, die hier aber selbstherrlich und rechtswidrig einfach durch die laienhaften medizinischen Behauptungen von Vormundschaftsrichter Herrn Röhrer ersetzt wurden, der rechtswidrig insbesondere auch den, ihm erklärten Willen meines Sohnes überging.

Ohne neurologisches Fachgutachten durfte also nach Erreichen der Volljährigkeit am 11.6.2009 ohnehin keine Betreuung meines Sohnes sein! Schon gar nicht in der Weise, wie dies dann in Form der Bestellung vom 5.6.2009 - also nur 5 Tage vor seiner Volljährigkeit - trotzdem geschah.

Mit Erreichen seiner Volljährigkeit war die Bestellung vom 5.6.2009, noch aus der Zeit seiner Minderjährigkeit, damit aber auch unwirksam geworden!

 

2. Das wissen alle verfahrensbeteiligten Juristen und müssten folglich eigentlich auch Ihre Mitarbeiter wissen und entsprechend beachten! Sie dürfen als Stiftung schließlich nicht Rechtsprechung vollstrecken, die geltendem Recht widerspricht!

Dass durch richterlichen Beschluss vom 25.4.2014 - mit im Wortlaut gleicher Bestellung wie im Beschluss vom 5.62009 - meine Frau und ich trotzdem als 'Betreuer' durch die Berufsbetreuerin Frau Zu leeg einfach ausgetauscht wurden, ist juristisch jedenfalls ein offener Verstoß gegen Betreuungsrecht.

Davon kann auch nicht ablenken, dass Herr Röhrer dieses rechtswidrige Tun allerdings wortreich dadurch zu vertuschen suchte, dass er hergeholt einfach behauptete, ein Betreuerwechsel sei "dringend" und zum "Wohle des Betreuten"( Beschluss vom 25.3.2014 , 3 S. ) durchzuführen.

Herr Röhrer versteigt sich sogar zu der unwahren Unterstellung, dies sei

"im Interesse des Betreuten, weil dessen Wohl bei einem Verbleiben des
Betreuers ( der 'Betreuer) nicht unerheblich geschädigt würde. ( Beschluss vom 25.3.2014 , 3 S. )

Tatsächlich ist dies sachlich durch nichts belegt und fachärztlich auch nicht begründbar. Es diente nach meinem Eindruck vielmehr nur dazu - unter Verletzung der Grundrechte meines Sohnes und Inkaufnahme seiner psychischen Schädigung! - der Betreuerin und der Stiftung besondere Rechte und Einkommen zu verschaffen, die beide anders sonst nicht hätten.

Das zeigt sich bereits daran, dass die - bei einer ordentlichen Bestellung am 5.6.2009! - eigentlich überfällige Kontrolle dieser rechtswidrigen Betreuung nach Ablauf von 5 Jahren nicht erfolgte. Zum einen hätte dann nämlich zugegeben werden müssen, dass schon die Bestellung am 11.6.2009 längst abgelaufen war. Zum anderen konnte eine solche, fachärztliche Nachuntersuchung natürlich nichts erbringen und dieses Ergebnis sollte offensichtlich vermieden werden.

 

 

3. Mein Sohn wird von der Stiftung und der Berufsbetreuerin insoweit aus wirtschaftlichem Eigennutz benutzt: beide verdienen an ihm ebenso, wie die Staatskasse mit der amtlichen Bestellung der Betreuer.

Davon soll weiterhin abgelenkt werden. Das wissen die Mitarbeiter der Stiftung ebenso, wie die Betreuerin. Sie lehnte es daher auch ab, darüber überhaupt zu sprechen. Die Stiftung wiederum beruft sich uneinsichtig auf die Bestellung dieser Betreuerin. Geschädigter ist mein Sohn mit dem Entzug seiner Grundrechte.

 

 

4. Diese Haltung sollte die Stiftung ernstlich nicht durchhalten wollen! Ist sie doch nach Gesetz und Satzung zur Einhaltung der Gesetze verpflichtet! Folglich kann sie sich folglich eben nicht stur dahinter verschanzen, dass dieser rechtswidrige Beschluss vom 25.3.2014 heute überhaupt nur deshalb noch besteht, weil er - entgegen der Gesetzeslage - pflichtwidrig nicht aufgehoben wurde.

Das ist Rechtsmissbrauch.

Nach meinem Eindruck wissen Ihre Mitarbeiter das auch, weshalb sie auch weiterhin beharrlich meinem Sohn eine Kopie des Heimvertrages verweigern. Wohl weil dieser Heimvertrag - obwohl volljährig, nicht entmündigt und geschäftsfähig - nicht von ihm unterschrieben ist.

Meinem Sohn und mir ist davon jedenfalls nichts bekannt. Obwohl ich - auf schriftlich erklärten Wunsch meines Sohnes - bekanntlich sein Prozessbevollmächtigter bin , soll bei der Betreuerin angeblich erst eine Genehmigung vor der Einsichtnahme einzuholen sein.

 

 

5. Das ist rechtlich absurd und nach meiner Meinung nur als Vertuschungsversuch dieser Vorgänge zu werten. Tatsächlich soll ich nach meinem Eindruck deshalb keine Akteneinsicht in den Heimvertrag haben, weil ich bereits gegenüber dem Landratsamt geltend gemacht hatte, dass mein Sohn überhaupt nur deshalb in dem Heim aufgenommen wurde, weil er zuvor rechtswidrig vom Medizinischen Dienst
von Pflegestufe 3 auf Pflegestufe 1 heruntergestuft wurde - und überhaupt erst dadurch heimtauglich wurde!

Dieses Gutachten des Medizinischen Dienstes hat ein Arbeitsmedizinischer unterschrieben. Mein Sohn sagt mir aber dazu, dass ihn diesbezüglich nie ein Arzt besucht habe! Zuletzt war vielmehr bei ihm eine Ärztin des Gesundheitsamtes, die dann aber wegen seiner Gehbehinderungen damals seine Unterbringung in dem geplanten Heim in Adelmannsfelden untersagte.

Nur weil also ein 'frisiertes' Gutachten vorgelegt wurde, kam damals mein Sohn überhaupt in den Gräuleshof. Dort musste er wegen seiner Gehbehinderungen in den ersten Wochen aber teilweise sogar auf Knieen die zwei Stockwerke hoch, bezw mit seinen rund 75 Kilo Körpergewicht gegen den Protest des Pflegepersonals hochgetragen werden, bis - auf meine schriftlichen Proteste hin -
schließlich der Fahrstuhl in Betrieb genommen wurde.

Doch als Stiftung darf sich Ihre Einrichtung nun mal nicht zum Handlanger von Interessen machen. Daher bitte ich, unter '}Ierweis auf ihre Satzung und ihre Verträge, solchen Missbrauch nicht weiterhin in der hier angegriffenen Weise zu unterstützen. Ihre Stiftung ist schließlich ahgetreten, die Interessen von Behinderten zu vertreten und nicht eigene wirtschaftliche Interessen der katholischen Kirche oder die von Dritten.

In der Hoffnung, dass Ihnen diese KlarsteIlung bei einer Überprüfung der Angelegenheit hilfreich ist, verbleibe ich

mit besten Grüßen

 

gez.

W.-A.Melhorn